Zytanien Open Air Festival 2026
Programm vom 28. bis 30. August

Ihr Lieben!
Unser vorletztes Update kommt mit drei weiteren 🔥Künstler:innen🔥 daher, die in Ongolito Ville agieren werden. Die Seite wird im Laufe der nächsten Tage noch 1x aktualisiert, bis komplett alle gelistet sind.
Eine endgültige Programm-Übersicht mit detaillierten Zeitangaben kommt dann wie gewohnt etwa 2 Wochen vor dem Festival.
Darum: Schaut einfach öfter mal hier vorbei…
Viel Spaß beim Durch-Sehen und Rein-Hören 🎶
Eure Zytanien-Crew
Weiterhin suchen wir noch kreative Köpfe, die unser Workshop-Zelt mit spannenden Programmpunkten bereichern. Wenn du also Lust hast, für ein Frei-Ticket selber einen Workshop oder eine andere kleine Darbietung in unserem Zelt durchzuführen, dann bewirb dich gerne auf der Workshops-Seite.
Hauptbühne

Hamburg (D)

Sweep Hand ist eine fünfköpfige Indie-Pop Band aus Hamburg, die tanzbare Tracks mit Feelgood-Faktor auf die Bühne bringt. Ihr eigenwilliger Stil macht jeden Song zu einer neuen Reise, mal slow und nachdenklich, mal laid back und groovy, mal absolut funky mit Riffs, Beats und Texten aus der eigenen Feder. Seit 2016 existiert die Band um Sängerin Clara in wechselnder Besetzung und hat seither 2 Studioalben veröffentlicht.
Hannover (D)

© Isabelle Hannemann
Es ist Hannover, es ist 1996. Helmut Kohl ist Kanzler, Telefone hängen gemeinhin mit dem Kabel am Gerät und Wisecräcker spielen Ihre erste Show! Sie sind zu fünft, es ist mehr Punk als Ska, immerhin ist das Saxofon schon dabei. Aber irgendwie ist es das noch nicht. Posaune und Trompete kommen dazu. Jetzt passt es! So kann eine Platte aufgenommen werden, denkt man sich und veröffentlicht Anfang 1999 die ,,..de puta madre“-EP in Eigenregie. Und es geht voran! Mit den sechs Tracks im Gepäck werden eine Vielzahl von Headliner-Shows, eine komplette Tour mit Bad Manners und eine Kalifornientour gespielt. Überhaupt Kalifornien: Die spanischen Texte kommen gut an. Eine deutsche Skapunk-Band, die auf Englisch und Spanisch singt?! ,,Ihr müsst unbedingt nach Mexiko kommen!“. Aber erst einmal eine neue Platte machen. Auch ,, I'd rather be down with the...“ wird 2001 in Eigenregie aufgenommen und vermarktet. In Richtung Kalifornien geht es dann im September. Genauer gesagt am 11. September 2001......und die Tour findet statt! Ein erstes mal wird mit Los Kung-Fu Monkeys aus Tijuana zusammen gespielt. Das passt! Mit denen könnte man auch durch Mexiko fahren! Zuhause wird alles professioneller, plötzlich gibt es ein Label, eine Bookingagentur und weitere Touren. Und eine neue Platte. ,, Para mi gente“ erscheint 2003. Mit ihr touren Wisecräcker zwei Jahre lang durch alle Ecken des europäischen Kontinents. Ein Umzug nach Stockholm steht in 2005 an. Auch 1000 km Luftlinie zwischen Band und Sänger können nicht verhindern, dass ,, El Presidente“ aufgenommen und auf dem bandeigenen Label Übersee-records veröffentlicht wird. Neben Touren in europäischen Gefilden wird nun endlich auch der amerikanische Kontinent vermehrt bereist. 2007 stehen dank Los Kung-Fu Monkeys fast drei Wochen Konzerte in Mexiko an, 2008 kommt Kalifornien hinzu. Und wieder eine neue Platte: ,,The Pact“ erscheint nach vielen Wochen Studioarbeit 2010 auf Übersee-Records. Eine Release-Tour soll auch mehrere Woche durch die USA und Mexiko gehen. Die Homeland-Security hat etwas dagegen. Der Band wird die Einreise verweigert, die Pässe sind weg und der Ärger ist groß. Dafür geht es nach Russland und Spanien. Die USA-Wunde heilt erst als man 2012 mit sehr viel bürokratischem Aufwand zurück kommen kann. Seitdem starten die Touren gleich in Mexiko. Sorry, USA. Der Sound der Band entwickelt sich mit den Jahren stetig weiter, egal ob Live oder auf Tonträgern. Vom Crossover-Punk mit Saxofon wird es immer mehr zum eigenständigen Skapunk, geprägt von vier Bläsern, drei Sprachen, einer Menge Dampf und dem Ziel, die Beine vor den Bühnen dieser Welt zum Tanzen zu bringen. Kohl und Telefonkabel gibt es schon lange nicht mehr, Wisecräcker sind hingegen mehr denn je am Start. Nach knapp 800 Shows in 14 Ländern, 7 Platten und unendlich vielen Tourkilometern haben die sieben Herren die Pandemiejahre genutzt, um 11 neue Songs aufzunehmen. Anfang 2023 werden diese als ,,Vida en color“ veröffentlicht. Bei Wisecräcker spielt Alex Saxofon und singt, spielt Bela Trompete, spielen Andi und Gerrit Posaune, trommelt Hannes, spielt Frank sechs dünne und Henrik vier dicke Saiten. Wisecräcker mag keine Nazis und ist überhaupt dafür aufeinander aufzupassen und sich umeinander zu kümmern.
Dresden (D)

© Lukas Diller
Tretet ein in das wohltemperierte Klangbad der Kurkapelle Sonnendeck – eine Live-Band, die den Maschinen das Schwitzen beibringt. Zwischen pumpenden Beats und handgemachtem Klangrausch entsteht ein Sound, der gleichermaßen zum Träumen einlädt und den Körper in Bewegung zwingt. Hier verschmelzen elektronische Elemente mit echten Instrumenten: Synthesizer, Drums, Bass, Saxophon und Trompete formen gemeinsam eine organische Welle aus Rhythmus, Wärme und Melancholie. Man erlebt, wie sie Klänge schichten, schrauben, improvisieren – bis daraus ein Sog entsteht, dem man sich kaum entziehen kann. Die Kurkapelle Sonnendeck ist keine Band der großen Gesten. Ihre Stärke liegt in der stillen Versunkenheit, im konzentrierten Zusammenspiel, das etwas zutiefst Verbindendes ausstrahlt. Man sieht ihnen an, wie sehr sie das gemeinsame Spiel genießen – wie aus Zurückhaltung Freude wird, aus Präzision Ekstase. Ein Aufguss aus Deephouse, Techno und Minimal - handgemacht, schweißtreibend. Also: Pantoffeln an, Alltag aus, Augen zu. Die Kurkapelle Sonnendeck bittet zum Tanz.
Potsdam(D)

Mellow Mark beginnt seine Karriere 2003 mit der Band THE RUFFCATS und feiert den Erfolg seiner ersten vier Alben auf großen Bühnen und erfindet sich dann 2012 neu als ONE MENSCH BAND, mit der er u.a. bei THE VOICE OF GERMANY auffällt. Von 2014-2018 arbeitet Mellow Mark außerdem mit der österreichischen Reggae Band HOUSE OF RIDDIM zusammen. Resultat sind zwei Alben und viele gemeinsame Konzerte. In den letzten Jahren kehrt er mehr und mehr zu Bandshows zurück und arbeitet dabei eng mit BOOMRUSH BACKUP zusammen. Seine beiden aktuellen Alben veröffentlicht er auf dem Label Boomrush Music. Mellow Mark ist Reggae und mehr, denn der Artist greift auf viele Musikstile zurück, z.B. Hiphop, Salsa, Rap und Afrobeats. Der rote Faden in seiner Musik sind seine markante Stimme und deutschen Texte, die kritisches Denken mit empathischer Botschaft verbinden. Das absolute Alleinstellungsmerkmal ist sein Werdegang: Mark ist nun seit 26 Jahren im Musikbusiness. Seit 5 Jahren ist der Echogewinner, der früher Dreadlocks trug, Rettungssanitäter. In seinem neuen Album RESCUE LOVE verarbeitet er seine Erlebnisse im Blaulichtmilieu zu einer Sammlung aus Stories, die nur das Leben schreiben kann. Ein poetisch-realistischer Einblick in eine Berufswelt, in der man blitzschnell zwischen Lappalien und lebensbedrohlichen Notfällen umschalten muss. 2026 ist eine dystopische Zeit der militärischen Drohszenarien und globalen Krisen. Die politischen Grabenkämpfe spalten die westliche Gesellschaft. Hass und Hetze entladen sich täglich vom komfortablen Sofa ins Internet, während wir das Denken den Maschinen überlassen. Doch Mellow Mark stellt KÜNSTLERISCHE INTELLIGENZ über K.I.. Er ist ein authentischer Vollblutmusiker, der seine Comfort-Zone verlassen hat. Mellow singt nicht über die Utopie von Frieden und Liebe, er lebt es durch sein Engagement in der Rettung. Der Potsdamer verschenkt zu Weihnachten Gratiskonzerte an Hospize, Pflegeheime und Menschen, die zuhause Angehörige pflegen. Ob im Wohnzimmer oder auf Festivalbühnen - Mark holt jedes Publikum ab und spätestens bei seiner Alltime-Hymne fragen alle lautstark im Chor: "Was geht ab mit der Liebe?"
Hannover (D)

© Isabel Reda
Zwischen Pailletten und Protest, zwischen Tanzfläche und Tiefsee liefert Das Günther aus Hannover eine Bühnenshow, die alles infrage stellt. Mit Schlagzeug, Bass, Synthie und Stimme nehmen sie in Clubs, Off-Spaces und auf Festivals das Publikum mit, zerlegen die Wohlfühloasen der Spätkapitalismus-Party und lachen über patriarchale Denkmuster. Das Trio zündet ein anarchisches Spektakel, das zwischen Kraftwerk und Karneval, zwischen Clown und Diva, in einem Technokeller oszilliert. Improvisiert, impulsiv und immer einen Witz vom Wahnsinn entfernt.
Günthers Mutter beschreibt ihr Kind wie folgt: „Party! Party! Depri! Depri!“ Günther führt wie ein schäbiger Clown nicht nur das Publikum sondern auch sich selbst an der Nase herum. Günther schreibt keine Lieder, sondern erfindet sie auf der Bühne. Was zählt, ist die Energie und die Botschaft: Veränderung ist nötig und Vielfalt ist Fakt! Günther ist Punk, Clown und Mutti zugleich.
Fans, beschreiben die Band aus Hannover oft so: „Das Günther musst Du live geschen haben, sonst verstehst Du’s nicht.“ Nachdem Sie minutenlang Textfragmente wie “Ich will die letzte wütende Stimme sein, keine Gewalt mehr“; „Anarchie für die Natur“; oder „Allein auf XTC ist komisch, manchmal“ mitgesungen haben und die Körper Icergetanzt sind, findet die ein oder andere Textzeile noch auf dem Kopfkissen oder in den Träumen der Konzertbesucher:innen ihre persönliche Bedeutung.
An der Stimme Alex Rosengarth, am Schlagzeug Albrecht Bibas und am Bass Till Schomburg, geht ihre Bandgeschichte bald in ein Jahrzehnt. Nach dem Vinyl Release „Strawberry Gelato“ im Jahr 2024, arbeitet die Gruppe momentan an einem neuen Album. Im Frühjahr 2026 erscheint eine EP. Weiterhin ist die erste UK Tour im Herbst 2026 geplant.
Berlin (D)

© Caren Detje
Deutschlands Pussycat Dolls aka The toten Crackhuren im Kofferraum aka The TCHIK (familienfreundliche Version) gehen wieder auf Tour. "Was gibt es zu feiern?" fragt ihr euch. ALLES UND NIX - 19 Jahre Freund*innenschaft, ein paar neue Hits und vor allem einfach Bock auf Touren. Gegründet 2007 in Berlin bleiben The TCHIK lange Jahre immer eher ein vielköpfiges, betont unübersichtliches Elektropop-Kollektiv denn eine geschlossene Band. Das ändert sich erst Mitte der Zehner Jahre, seitdem sind die Crackhuren Lulu, Doreen, Ilay. Vorher, 2010, erscheint das Debüt-Album " Jung, talentlos & gecastet" bei Universal, das Video zu "Ich und mein Pony" zählt bis heute anderthalb Millionen Views. Berüchtigt ist überdies der Auftritt der Crackhuren bei Stefan Raabs "Bundesvision Songcontest". Weitere Platten sind "Mama, ich blute" (2013) und "Bitchlifecrisis" (2019), letztere führt die Band dann auch erstmalig in den Top 50 der Albumcharts. 2021 wurde mit "Gefühle" das vierte Album der Band veröffentlicht. Im Frühjahr 2026 geht es für The TCHIK dann endlich wieder auf Tour durch Deutschland und Österreich. Tickets für die Forever Tour 2026 gibt es ab sofort bei Krasser Stoff, Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Berlin (D)

iLLBiLLY HiTEC waren die Vorreiter des Reggaetronics. 10 Jahre Tournee, hunderte Konzerte in 34 Ländern, und dutzende Releases ließen iLLBiLLY HiTEC zum vielleicht interessantesten Export des Offbeats aus Deutschland heranwachsen. Live-Instrumente verschmelzen mit Elektronik, dicken Bässen, Offbeats und eingängigen Melodien zu einem Set, das die Energie einer traditionellen Bandshow mit dem Flow und der Abwechslung eines DJ-Sets verbindet. Kollaborationen mit Künstlern aus aller Welt ließen alle musikalischen Grenzen verschwimmen. Zwischen 2008 und 2019 veröffentlichte die Crew regelmäßig Vinyl-Singles, EPs und drei Alben, die ihren Weg durch die Szene fraßen. Zudem konnten die sympathischen Frickler ihre Qualitäten auf hunderten Shows in ganz Europa, Asien, Nord- und Südamerika entwickeln. Dabei landeten sie schnell im Line Up von renommierten Festivals wie Fusion, Summerjam, Uprising, Boomtown Fair, Havanna World Music oder dem Rototom Sunsplash. Auch SEEED wurde aufmerksam und bestellte sich 2013 den einzigen offiziellen Remix zu ihrem Nummer 1 Hit "Augenbling". 2026 kommt mit einem „Best Of - Remixed“ Album noch ein weiterer Release auf Vinyl dazu und die Band geht außerdem noch ein allerletztes Mal auf Tournee. Geplant sind Konzerte in Mexiko und Europa in alter (und bester) Besetzung. Das Gründungsmitglied Longfingah am Mic, Alex an den Drums, Selektor Bony an den Controls und Jörn am Bass. Die „Best Of Show“ erweitert sich um neue Produktionen des Nachfolgeprojekts „La Gorda Dubs“. Zu hören gibt es neben gewohnten Klängen aus Reggae, Dub und Bass Music auch reichlich Cumbia...alles verpackt in einem lebhaften und ansteckenden Set. Es soll ja was gefeiert werden...
Leipzig (D)

© Christoph Jahn und Sebastian Brauer
Die BATIAR GANG rumpelt lautstark über die alten zytanischen Gleise! Los, auf geht’s in den schönsten Samstagnachmittag eures Lebens: Wer uns Samstag Nachmittag verpasst, wird sich 7 Jahre ärgern! Mit Musik gesammelt in Ost- und Südosteuropa – in feuchten, nächtlichen Hinterhöfen, zwischen vielstimmigen bulgarischen Chören, wilden Bläsern und Kellerfesten, bei denen der Putz von den Decken rieselt! Gefunden in Umsonstecken, auf staubigen Dachböden und in dunklen Kellern, verquirlt mit tausend Ideen verrückter und liebenswerter Kreaturen und ihren Geschichten! Laut rumpelnd und quietschend schiebt sich der Tanzexpress Richtung Tanzexzess heran. Die Waggons sind Diskokeller, der Schweiß tropft, und in den vielen Kisten liegen nicht ohne Grund unverleihbare Wechselshirts! Mit dabei unser zwiebelfrisches Album „Spice Express“ – mit saftigen Sounds, pikanten Stimmen und bittersüßen Bläserlinien! Tanzen, tanzen, lachen, weinen – darum geht es! Und natürlich auch um viele ganz neue, unveröffentlichte Songs! Die Batiar Gang – wir sind eine weltweit einzigartige Band aus wunderschönen weiblichen und männlichen Stimmen, aus verrückten Hüpferhythmen vor und auf der Bühne, aus artistischen Akkordeons und leidenschaftlichen Bläser*innen: viele Menschen, die euch tief und bezaubernd in die Seele pusten! 12 Jahre geballte Leidenschaft im Gepäck, feurig wie ein viel zu heißer Chili-Borschtsch, voller Liebe und einer Musik, die ihr so noch nicht gehört habt! Ukraine, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Bulgarien, Rumänien – ihr findet unser Fernweh und unsere vielen Reisen im Gepäck! Hajde! Tanzen, bis der Strom alle ist!
Köln (D)

© Paul Hense
Nachdem „Ein Rosenkavalier“ die Anfrage Deutschland beim ESC zu vertreten mit den Worten „Wir müssen Verlierer bleiben“ dankend ablehnte, gibt er sich zukünftig dem Proletariat und dessen Unterhaltung hin. Seine Evergreens reichen von Schlagerhymnen, bei dem auch Vorzeigehipster den Discofox rausholen bis zu 80’s-Electro-Hits, die zu bejahendem Kopfnicken einladen. Seine Konzerte sind eine Große-Achterbahn-der- Gefühle. ein stetiges Auf und Ab. Steigen sie ein, aber vergessen sie das Anschnallen nicht.
Rheinland (D)

© Steffen Geyer
Götz Widmanns Lieder sind ehrlich, herzerfrischend direkt, frei von jeglicher aufgesetzter Moral und bilden dabei das komplette Spektrum menschlicher Gemütszustände ab. Sein Lieblingsthema war schon immer die ungezügelte Lebensfreude, er ist definitiv einer der lustigsten deutschsprachigen Songwriter. Seine Konzerte sind Seelenmassage, ein Kurzurlaub von der Realität, gemeinsam erlebte Glücksgefühle mit Gänsehaut inklusive. Dabei steht da vor einem kein Guru und kein aufgeblasener Rockstar, sondern ein ganz normaler Mensch, der halt zufällig die Gabe hat, einen mit seinen Liedern zum Lachen, zum Weinen und zum Durchhalten zu bringen. Götz Widmann tut unfassbar gut! Um das wirklich verstehen zu können muss man ihn einfach mal live erleben. Auf dieser Tour möchte er gemeinsam mit allen seinen Freunden ein ganz besonderes Jubiläum feiern: 50 Jahre erster Vollrausch! Yeah! Die Hymne dazu gibt es schon, sie heisst "Verkacken mit Verstand", in allen gängigen Streamingportalen und auf goetzwidmann.de.
Düsseldorf (D)

© Martin Sieper
Suzan Köcher’s Suprafon spielen psychedelische Musik zwischen Dreampop, Indie, Krautrock, Disco, ‘60s Vibes, Desert Americana, Soundtrack – sinister, melodisch, atmosphärisch und halluzinierend! Mit ihrer Musik, die einen wie auf einem Strom davonträgt, begeisterte die Band unter anderem auf dem Traumzeit Festival, Burg Herzberg Festival, dem SXSW in Austin, Texas, dem Reeperbahn Festival und dem WDR Rockpalast.
Hannover (D)

© Frank Schinski
Vier Typen, eine Mission: Als „Bert’s Funk Shop“ die Herzen und die Beine der Leute zu erobern. Dafür stehen verschiedene musikalische Gewürze im Regal – von Funk und Soul bis Boogaloo und Disco. Die Hammondorgel verleiht der Band dabei ihren unverwechselbaren Klang. Inspiriert durch den Sound der 60er und 70er katapultiert BFS den Funk ins Hier und Jetzt. „Bert’s Funk Shop“ wird geführt von alten Hasen, die endlich ihre gemeinsame musikalische Heimat gefunden haben. Und das spürt man sofort!
HAKAN TÜRKÖZÜ (ORGAN)
ARNE BUSCH (VOCALS & PERCUSSION)
JÖRN-JÖREN JÖRENSÖN (BASS)
TOBI LÜTTIG (DRUMS)
Rostock (D)

© HF.St.Auer
Loopmilla machen Hip Hop. Samplemusik - mit Instrumenten. Sie sind neun und klingen oft wie drei. Das gebietet der Stil und hat Methode. Es garantiert den Ausbruch. Denn wenn textlich ein echtes Gleichheitsgebot, eine Auseinandersetzung mit sich selbst, Kampf gegen Willkür und Marginalisierung gefeiert werden will, muss erstmal Einiges zerlegt werden. Und dafür sind wir laut.
Hannover (D)

experimental r&b
Grooves entstehen vor euren Ohren, vermischen sich mit akkustischen Drums, stürzen in sich zusammen, aufgefangen von virtuosem und melodischen Gesang. Eben noch brachiale Klangkulisse, im nächsten Moment bewegst du deine Füße zu souligen Songs. Die Vokalistin Janna Berger und Multiinstrumentalist Robin Alberding aka robin2k drehen am Frequenzrad- wühlen sich durch Radiorauschen, derbe Beats und scharf geschnittene Vocal-Loops. Jeder Track auf der Bühne neu zusammengesetzt, jedes Konzert eine andere Version.
Hannover (D)

Die Peace Development Crew ist eine dynamische Musikgruppe, die sich durch ihren innovativen Mix aus Reggae, Dancehall, HipHop, Latin und Soca auszeichnet. Gegründet mit der Vision, positive Botschaften und energiegeladene Beats zu verbreiten, hat die Crew in den letzten Jahren bereits in ganz Deutschland, Irland, Holland, Tschechien und Jamaika Auftritte gespielt und mit diversen Künstlern kollaboriert. Mit energetischen Rhythmen, deftigen Riffs, virtuosen Instrumentalsoli und mehrstimmigen Gesang in verschiedenen Sprachen transportiert die Band ihre Botschaft von Frieden, Hoffnung und internationaler Solidarität und lässt die Zuhörer ausgelassen das Tanzbein schwingen. Die hannoversche Band brachte bereits 2 Alben und eine EP in Zusammenarbeit mit dem Jamaikaner Colah Colah heraus. Aktuell arbeiten sie an einem neuen Album, von dem sie schon ein paar Songs live präsentieren und welches Ende des Jahres herauskommen wird.
Leipzig (D)

serenadeyou Rap/ Pop / Urban Female Rage meets Verletzlichkeit? serenadeyou liefert Vibes von laut und empowernd bis leise und traurig-schön auf die Beats von Produzent kurti. Zwischen Glitzer, Glanz und Girlhood kommen ungeschminkte Lines von Herzen im Kiez- Vibe. Heat und Ehrlichkeit, die wir brauchen.serenadeyou lässt ihre Geschichten durch Rap und Gesang verschmelzen. Mit straight forward Delivery, von der Suche nach Identität über Schwesternschaft bis zudem Leben eines großgewordenen Kleinstadt-Mädchens in der Großstadt. An ihrer Seite steht kurti, Freund und Produzent, der mit ihr im Leipziger Osten den Sound entwickelt hat, der ihre Message trägt.
(D)

© Niklas Nebrich
Zwischen Straßenmusik und Indie-Rock – aus seinem WG-Zimmer schreibt Joris Rose tagebuchehrliche Geschichten über Liebe, Heartbreaks und weiche Männlichkeit und spielt sie für Fremde auf der Straße. Mit seiner markanten Falsettstimme und großer stimmlicher Bandbreite schafft Rose sein eigenes Pop-Universum und bedient sich dabei leidenschaftlich an Genre- Grenzgängen zwischen Indie-Rock und Pop-Punk. Ein Geheimtipp für Fans von Madeline Juno, Provinz oder Phoebe Bridgers. Kein Wunder, dass der Wahl-Mannheimer bereits im Vorprogramm von Singer-Songwriter-Ikonen wie Florian Künstler oder dem Australier Kim Churchill spielte. Denn: Das mit der Musik stand irgendwie schon immer fest. Joris Rose sammelt früh Bühnenerfahrung – damals noch in Punkbands, tingelt nach dem Abitur als Straßenmusiker durch England und beginnt anschließend in DIY-Manier, seine eigenen Songs zu veröffentlichen. 2024 läuft seine Single „not meant to stay“ in der Rotation von NDR 1, er spielt auf Festivals in ganz Deutschland, darunter das ABOUT YOU Pangea Festival, und gewinnt 2022 den 1. Platz beim wichtigsten Newcomer-Wettbewerb Mecklenburg-Vorpommerns. Joris Rose überzeugt mit ohrwurmverdächtigem Songwriting und einer charismatischen Bühnenpräsenz. Mit Live-Band im Gepäck oder solo mit Loop-Station präsentiert er 2026 seine erste deutschsprachige EP.
Leipzig (D)

Hinter das Verborgene blicken, aus dem Alltag ein Orchester formen. Im Nebensächlichen die Essenz finden, im Komplexen die Klarheit, in der Einfachheit die Poesie. All dies gehört zu Ziel, Sinn und Charakter von Oh No Noh, dem Projekt des Leipzigers, Gitarristen, Roboterprogrammierers, Magnetbandzerknitterers und Komponisten Markus Rom. All dies schwebt und strahlt durch „As Late As Possible“, das am 04.04.2025 erscheinende dritte Oh-No-Noh-Album. Im Fokus dieses Albums stand, wie der Titel „As Late As Possible“ andeutet, die Geduld. Ein kreatives Verweilen, das selbst auferlegte Prinzip des Reifens von Ideen, das bewusste Liegen lassen und erneute Betrachten um Neues darin zu entdecken und zu verfeinern. Immer auf der Suche nach neuen Wegen der musikalischen Klangerzeugung verwischt Markus Rom mit seinem Soloprojekt bereits seit mehreren Jahren die Grenzen zwischen LoFi, Indietronica, Postrock, Kraut und Pop. Sein Hauptinstrumentarium hierfür: E-gitarre, Midi-Roboter, Tapes, Samples. Für „As Late As Possible“ erweitert Rom sein Setup mit einigen Klangfarben (akustische Gitarre, Banjo, Orgel) und musikalischen Gästen: Damian Dalla Torre (Squama) an der Bassklarinette und Andi Haberl (the Notwist, Sun) am Schlagzeug. „As Late As Possible“ führt die Handschrift vergangener Releases fort und ist erweitert sie um neue Facetten. Roms markantes In- und Übereinanderloopen kommt vor allem in den Tracks „Missing the Point“, „Orb“ und „Almost Everywhere“ zutage. Mit „Loot“ findet ein geradliniges und folk-poppiges Stück den Weg auf das Album und koexistiert mit Math-geschulten Tracks wie „Dog Years“ oder „Dot“, die Assoziationen zu Weilheimer Bands wie „Couch“ heraufbeschwören. Die Tracks „Bliss of Disconnect“ und „Fawn“ entstanden in Zusammenarbeit mit den Feature- Gästen Liz Kosack und KMRU. Das souverän Ungeplante ist eines der Prinzipien, um die sich auch Oh No Noh selbst kontinuierlich weiterentwickelt. Teil dieser Entwicklung: Die bisher über 40 teilige Radioserie „Oh No Noh Radioh“, für die Rom in jeder Folge einen Gast zum gemeinsam forschenden Musizieren entlang grob definierter Konzepte, Ideen und Inspirationen einlädt. Gemeinsam mit Technologiekomponist Hainbach, Freejazzerin Limpe Fuchs oder Klangkünstlerin Elsa M’Bala etwa entstanden Begegnungen, deren geduldiges Suchen und Finden und deren kontrollierte Zufälle auch „As Late As Possible“ prägen – hier jedoch gebündelt, konzise, bei aller Liebe zum Klang und zum Experiment auch immer dem Lied verpflichtet. Mit diesem Willen zur liedhaften Erzählung, zur Bewegung, zur Entwicklung bleibt „As Late As Possible“ in der Schwebe und auf der Suche. Seine Konzentration wirkt leichtfüßig, seine glücklichen Unfälle wohlplatziert, die melancholische Schönheit überholter Technologien, vergessener Musikspielzeuge und kaputter Geräuschquellen immer auch vorausschauend. Musik, wie sie eben entsteht, wenn jemand eine ganze Roboterband programmiert, die dann aber doch nur freundlicher Teil des Ganzen wird. Das Artwork von „As Late As Possible“ stammt von der Leipziger Comiczeichnerin Anna Haifisch. Gemischt wurde das Album von Adam Lenox, gemastert von Frida Claeson Johannsson. Es erscheint am 4.4.25 bei TELESKOP auf vinyl und digital.
Leipzig (D)

Als ElektroDJ und Bassist diverser Bandprojekte brachte ihn sein Interesse an anderen Kulturen in Berührung mit dem Yidaki (Didgeridoo) und dessen westliche, aber auch traditionelle Spielweise (Yolngu Aborigines). Fortlaufend erlernte der Autodidakt weitere indigene Instrumente, u.a. afrikanische Djembe, indianische Flöten, Maultrommeln. Als „Amar Svar“ bringt er diese nativen Klänge geschickt mit elektronischen Sounds in Einklang.
Weltraum

Zürich (CH)

© Christian Taro
Für ihre Live-Shows ist die Band bekannt, die sich in einer Bar in den Schweizer Bergen nach dem Snowboarden kennenlernte und bereits auf dem SXSW, bei der ikonischen Radiostation KEXP in Seattle, auf dem Levitation Festival in Austin, dem Great Escape und dem Reeperbahn Festival spielte. Auf «Out of Scale» haben Annie Taylor ihren Sound nochmals weiterentwickelt. Das erste Album «Sweet Mortality» machte die Band scheinbar aus dem Nichts international bekannt. Das zweite, «Inner Smile», nahmen sie in England auf; es war rauer, ehrlicher. Und jetzt haben sie ihren Stil nochmals geschärft. Jeder Song klingt anders und muss doch zwangsläufig auf den nächsten folgen. Auf verzerrte Gitarre und selbstermächtigenden Wut-Grunge folgt repetitive Psychedelia - und dann ein nachdenklicher Song, ruhig schon fast: irgendwo zwischen Courtney Barnett und Wet Leg. Ein großer Teil der neuen Musik ist im Sommer entstanden, als Zürich fast leer war, weil alle in die Ferien verreisten. Sängerin Gini Jungi erinnert sich an den Geschmack von Sonnencréme und Salz auf ihrer Haut. An Sommerkleider. Und an unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal fühlte sich das gut an, dann, wenn sich eine Nacht ohne Plan entwickelte, im Limbo, und sie trotzdem eine krasse Klarheit spürte. Manchmal saß sie aber auch auf ihrem Teppich in der Wohnung, fühlte sich allein, spielte Gitarre, spürte Verlust, aber auch Dankbarkeit. Auf Festivals, auf langen Busfahrten und bei späten Shows war sich die Bandmitglieder sehr nahe. Fast nahtlos konnten sie sich so in die Texte von Sängerin Gini Jungi einfühlen und diese gemeinsam vertonen. Viele Lieder auf «Out of Scale» handeln von Freundschaften und Liebesbeziehungen. Sich sicher fühlen, euphorisch sein, weil eine Person einem die Schönheit der Welt zeigt. Erinnerungen an eine Zeit, in der alles gut war. Dann kommen die Zweifel. Etwas stimmt nicht mehr. «I am not your answer». Ich bin nicht deine Antwort. «And I am not your cure». Und ich bin nicht deine Heilung. Songs wie «The Ocean» oder «Something ain’t right» finden Melodien für diese Stimmung, diesem Mix aus Verlangen, Sehnsucht und Trost. Mal ist Gini Jungis Stimme im Hintergrund und reduziert, dann, plötzlich, bricht der Nebel auf, und sie ist ganz nah. Mit der Veröffentlichung des neuen Albums wechselt die Band zum Label Clouds Hill. Neu wird auch Bassist Josip Tijan Annie Taylor verstärken und frischen Schwung reinbringen. Das visuelle Konzept haben Kevin Högger, Studio Végété und Quentin Lacombe gestaltet. Der Mix aus zeitgenössischem Grafikdesign, experimenteller Kunst und Popästhetik spiegelt die Reibung und die Offenheit wider, die das Album auszeichnet. Sein Ding machen, auch wenn es vielleicht nicht der direkte Weg ist, «Out of Scale», außerhalb der konformen Maßstäbe eben - das ist die Botschaft, die das Album trägt und die schon im Bandnamen steckt. Annie Edson Taylor war eine Lehrerin aus den USA, die ein unruhiges Leben führte und aneckte. 1901 stürzte sie sich als erster Mensch in einem Fass die Niagarafälle hinunter. Verletzt war sie nur am Hinterkopf. Die neuen Songs von Annie Taylor berühren, weil sie sehr roh und intim sind. Weil sie auch schwierigen Zeiten den Platz einräumen, den sie verdienen. Und weil sie Neuanfänge zulassen. Schon der Opener «Alligator» macht sofort wach, klingt, als ginge es im Bandraum um alles und zeigt, dass nach dem Hadern oft die Erkenntnis kommt: Ich muss mich nicht klein machen, mich auflösen, mich bücken. Ich kann selbst etwas an der Situation ändern. «Out of Scale» motiviert dazu, nie mit dem Träumen aufzuhören. Sich immer wieder neu zu erfinden. Und dem Stillstand entgegenzuhalten.
Köln (D)

© Eno de Wit
EASY EASY macht angewandte Kultur-Politik: Das sympathisch-rhetorische Aufseufzen, das die Kölner Band mit der „ALLES SO LEID“-Tour 2025 ausstieß, findet nun sinnige Fortsetzung. Wurden ’25 hauptsächlich Großstädte bespielt, so sind es im April ’26 kulturelle Mikrokosmen, die sich die Band bewusst ausgesucht hat: Locations mit DIY- Charme und liebenswerte Live-Institutionen, die seit Jahren zum Fortbestand der Indie- Musikszene beitragen. EASY EASY zollen denen Respekt, die sich unermüdlich engagieren, wie auch jenen, die sich die Fahrten in die Großstadt und die Ticketpreise dort nicht mehr easy leisten können. Und schlussendlich auch den eigenen Roots – EASY EASY wissen, wovon sie reden und wohin sie fahren. Und wie viel Spaß es dort macht: Auf der „ALLES SO LEID WORLD TOUR“ 2026 besuchen EASY EASY elf Grassroots- Venues, um Kultur – aka ihrem druckvollen Indie – gerechter zugänglich zu machen und dabei, yeah, eine gitarrenlaute Abriss-Party zu feiern. 2025 war ein gutes Jahr für die Kölner: Im Juni erschien ihr selbstbetiteltes Debüt- Album, dessen Singles sich bemerkenswert oft in den wichtigsten Indie-Playlists platzierten, darunter etwa Spotify-Playlists wie „New Music Friday Germany & Belgium“, „Gegen den Strom“, „Indie Brandneu“ und „Feelgood Indie“; auf Apple Music wurden sie unter anderem in „Apartment 08/16“ und „DIFFUS NNDW“ gefeatured. Im Sommer standen renommierte Indie-Festivals auf dem Plan wie etwa dem Golden Leaves Festival, Unter einem Dach, dem Kronberg Open Air oder das Millerntor Gallery Festival. Im November 2025 ging EASY EASY auf Headliner-Tour: Die „ALLES SO LEID“-Tour 2025 führte das Post-Rock-Kollektiv in zehn deutsche Großstädte – mit beachtlichem Erfolg, denn eine Vielzahl an Shows meldete ausverkauft. Die gesamte Tour war mehr als gut besucht, was klar machte, wie sehr die Fans Bock hatten, den Indie-Sound mit legendärem Exzess-Potenzial live zu erleben. Kunst für alle: Weil EASY EASY aber das mit dem Punk-Ethos, der durch ihre Adern läuft, ernst meinen, wird sich die nächste Tour auf Herzblut-Locations und regionale Indie- Szenen konzentrieren. Die Band hat ein Manifest im Kopf: „Kunst und der Zugang dazu werden immer elitärer. Nicht jede Person kann es sich leisten, in die großen Städte zu fahren und meist mehr als 40 € auszugeben, wenn sie interessante Acts sehen will. Außerdem ist das Erlebnis, eine Band auch in der Heimatstadt feiern zu können, total wichtig – wir kommen selber fast alle vom Kaff und erinnern uns daran, wie intensiv wir uns gefreut haben, wenn es vor Ort gute Konzerte gab. Für genau diese Leute gehen wir auf Tour – für die, die diese kulturelle Arbeit in sogenannten B- oder C-Städten leisten, und für die, die dort leben und Kultur erleben wollen.“ Kleine Städte spielen heißt, echte Verbindungen aufzubauen – und nicht, notgedrungen Lücken zu füllen. EASY EASY, Indieband mit bewusst gelebtem DIY-Punk-Spirit, macht aktiv etwas gegen kulturelle Austrocknung und bietet auch Fans in kleineren Städten die Chance auf ein Konzert: kleine Clubs, verschwitze Shows – und das mal nicht nur in Hamburg, Berlin und Co. Auf der „ALLES SO LEID WORLD TOUR“ 2026 besuchen die Kölner elf feiernswerte Indie-Hochburgen abseits der A-Städte. Tickets sind ab sofort überall erhältlich.
Hamburg (D)

© Liam Stennson
„Bis zum Morgenrot! Für die Hoffenden!“ Der Hamburger Künstler Motuz hat Bock auf Message ohne Zeigefinger und auf lange Nächte mit den Liebsten vorm Kiosk. Gut, dass Produzent Deelou für jede Stimmung die richtige Vertonung liefert. Wenn die beiden auf eins kein Bock haben, dann darauf die Füße still zu halten. Also? Aufbruch! Die „FÜR DIE HOFFENDEN“-Tour bringt Motuz im Februar und März 2026 nach Berlin, Hamburg, Köln und Leipzig. Unverblümte Wut, Hoffnung und Drang nach Veränderung laden mit Tempo zum Tanz. Auch wenn’s musikalisch mal ruhiger wird, gehts auf der Bühne textlich immer nach vorne.
Berlin (D)

Was im wahrsten Sinne des Wortes in Form einer Isolationsgemeinschaft während der Pandemie als Homerecording-Projekt begann, hat die Enge der eigenen vier Wände mittlerweile längst verlassen. Isolationsgemeinschaft (I.G.) aus Berlin haben mit ihrer neuen Platte START. STOP. ZURÜCK. ihr inzwischen drittes Album bei dem vor allem für seine Veröffentlichungen der Punkband Pisse bekannten DIY-Label Phantom Records veröffentlicht. Musikalisch fühlt man sich an das Berlin der frühen 80er Jahre erinnert aber ohne Nostalgie oder dass es nach Retro klingt. Begriffe wie Geniale Dilletanten kommen in den Sinn aber auch Minimal-Synth Pioniere aus UK oder die ersten elektronischen Bands der New Yorker NoWave-Szene haben deutliche Spuren hinterlassen. Vom Underground jener Jahre ist das Duo nicht nur in musikalischer Hinsicht geprägt sondern es bedient sich auch einer ähnlichen Arbeitsweise. I.G. spielen analoge elektronische Musik, die ihre Wurzeln im Punk weder verleugnen kann noch will. Musik, gespielt auf echten Instrumenten und aufgenommen in Eigenregie auf Band. Diesem Konzept bleibt die Band auch live treu und einen Laptop auf der Bühne sucht man hier vergeblich. Stattdessen finden sich hier analoge Synthesizer, Verstärker, Drum Machines bis hin zu Instrumenten wie Gitarre oder Bass. Im Frühjahr 2022 spielte das Duo, bestehend aus C. Demand und J. Silverfox, die auch schon bei der Band Hyäne zusammen auf der Bühne standen, ihr erstes Konzert. Nach Konzerten in Deutschland und Festivals wie Fusion und Off-The-Radar konnten Demand und Silverfox auch international Live-Erfahrungen sammeln, wie beispielsweise auf einer Tour durch Ungarn, Kroatien, Italien, der Schweiz und Frankreich mit der Band (dolch). Zuletzt ging es auch zu Konzerten nach Athen und Antwerpen. Mit dem neuen Album START. STOP. ZURÜCK. fließen erstmals auch die Erfahrungen der Live-Konzerte in das Songwriting mit ein und die Band klingt organischer, direkter und tanzbarer ohne mit der resignativ-melancholischen Grundstimmung der beiden Vorgängerplatten zu brechen.
Wien (A)

© Elias Partoll
Julia Effekt verweben vielfältige musikalische Strömungen zu einer Ästhetik, die zwischen Melancholie und Widerstand schwebt. Mit assoziativen Bildern, kantigen Melodien und kraftvoll eingesetzter Sprache schaffen sie einen Raum, in dem etablierte Wahrnehmungen gebrochen und Erwartungen hinterfragt werden. In einer Zeit, in der Identität zunehmend von Algorithmen geformt und musikalischer Ausdruck oft in festen Mustern reproduziert wird, entziehen sich Julia Effekt den konventionellen Kategorien und ergründen die Spannungsfelder des modernen Menschseins – das Ringen zwischen Authentizität und Inszenierung, Erinnerung und Vergessen, Zugehörigkeit und Entfremdung.
Dresden (D)

Die geballte Reinkarnation von Peter Alexanders Galanterie, Rudi Karrells pfiffigem Kleidungsstil und der wohl geölten Stimme Udo Jürgens scheint dem Äther in fast schon geisterhafter Stille entstiegen zu sein. „Er hat einen Piccolo hinter meinem Ohr hervorgeholt und meine Unschuld verschwinden lassen.“, berichtet einer seiner ehemaligen Bühnentechniker. Dass sich die Entertainer-Legende den nächsten Bambi in der Kategorie „Bestes Playback“ auf den Kamin stellen wird, ist für seine Anhänger zweifelsfrei. Bis dahin sind wie immer alle herzlich eingeladen beherzt zum Mikrofon zu greifen, um mit über 50.000 Songs gemeinsam der zeitgenössischen globalen Volksmusik zu frönen - Willkommen zur KARAOKE mit Luis La Metta!
Berlin (D)

© Milan Koch
Rush-Hour des Lebens: Odd Couple und das ewig schlagende Herz des Menschseins In Zeiten, in denen die Realität hinter gefilterten Bildern verschwindet und Musik zunehmend von Algorithmen geprägt wird, legen Odd Couple mit ihrem neuen Album „Rush-Hour des Lebens“ ein warm-buntes Album vor, das an eine Zeit erinnert, in der Musik noch handgemacht war – roh, spielerisch, fehlerhaft und dadurch überzeugend. Herausgekommen ist eine Medizin gegen digitale Oberflächen und verkürzte Inhalte. Diesem Album zuzuhören ist wie sich einen Trip schmeißen, aber nicht um Realitätsflucht zu betreiben, sondern um wieder mehr von der Tiefe des Moments spüren. Auf die Frage „Wer spricht hier?“ müsste man antworten: Hier spricht das talentierte, kreative Berlin im Alter zwischen 28 und 34, was sich, wie in jeder neuen Lebensphase, konfrontiert sieht mit der Frage, welche verdammten Weichen es einem solch fluide Leben überhaupt stellen soll. Wie geht die angebliche „Rush Hour des Lebens“ als von einer Pandemie teilweise übel ausgebremster, umtriebiger Musiker? Dieses Album ist Zeuge der Lücken der Zwecksoptimierung und beweist, dass es anarchische Gedanken und Gefühle im Leben auszuhalten gibt, bei denen auch keine Instagram-Parole hilft. Lieber stellen Odd Couple uns jede Menge Fragen. Zwischen der Frage, ob man Vater werden soll, und dem plötzlichen Verlust des eigenen. Zwischen der Sehnsucht nach etwas Bleibendem und der Erkenntnis, dass die Jahre – diese Rush-Hour – wie im Fluge vergehen, ohne dass man vielleicht jemals ankommt. Odd Couple entblößen hier auch ihre Verletzlichkeit. Sie singen von Berlin, dieser Stadt, die alles sein kann und doch oft nichts ist – außer ein Ort, an dem man tapfer seine Freiheit aushält und nicht wissen kann, ob es nun der Ort für immer ist oder am Ende eine Phase sein wird. Vier Jahre haben die Ideen für dieses Album herumgegeistert, in den Köpfen der beiden Musiker, durch ihre Festplatten und schließlich quer durchs Land, wurden hin und her geschickt, zwischen Berlin und Köln. Ein Flickenteppich aus Fragmenten, aus dem Tammo und Jascha wie wahre Alchemisten ein großes Ganzes zusammengesetzt haben. Aber nicht im Sinne einer glatten Produktion, sondern in der Aufrichtigkeit eines Demo-Albums, das die Intimität eines heimischen Studios atmet. Es gibt keine Hochglanzfassade, keine aufpolierte Perfektion – und das ist Absicht. Vielleicht ist es kein Zufall, dass in „Rush-Hour des Lebens“ ein bisschen vom frühen „Die Sterne“-Sound durchscheint. Es wird die unbändige Liebe zu Fuzzgitarren sein, zu starken Hooks und gut garnierten Synthies und natürlich verschachtelten 90s Beats, die hier helfen, den Texten zu voller Strahlkraft zu verhelfen. Überhaupt sind es glänzende Gedanken, die Odd Couple hier mit uns teilen. Ich meine, wer kommt auf Titel wie „Häuser sind blöd“? Starke Garage-Rock Gebilde treten hier den Beweis an, dass externe Produzenten heutzutage froh sein können, wenn sie von Bands wie Odd Couple und ähnlichem Kaliber überhaupt noch angefragt werden. Die musikalische Landschaft dieses Albums ist fragmentiert, wie das Leben selbst. Hier wird nichts geglättet, hier wird nichts zurechtgebogen – und das beflügelt beim Hören ungemein. Es ist ein Füllhorn aus unbändigem Spaß am Produzieren und vielleicht irgendwo aus dem Äther gefallenen Texten, die beinahe magisch einen Sinn ergeben, dass es die Band manchmal selbst überrascht hat. Die Produktion ist verspielt, muskulär und spektral. Die Drumspuren wurden mit zwei Mikrofonen aufgenommen, die Gesangsspuren teilweise direkt vor dem Rechner eingesungen. Olaf Opal, der alte Freund und Produzent, brachte seine Magie diesmal untypisch dezent in die Produktion, ohne den Kern der Unmittelbarkeit zu ersticken. Manche Dinge sind einfach nicht tot zu kriegen. Die Liebe zum Basteln, die großen Fragen ans Leben wie „Bin ich hier richtig?“ oder die Leidenschaft für Rockmusik bleiben durch Alben wie dieses ein Refrain der Menschheit, ein Kehrvers, den wir immer wieder mit neuen Stimmen wiederholen können und dem wir in Odd Couples Fall betört zuhören. Diese Platte erdet, erregt und beflügelt. Wenn man Glück hat schlägt ein Herz in einem Album - in diesem hier schlagen gleich zwei.
Hannover / Hamburg (D)

Hey Ho, Let ́s Go - Vier Lederjacken, drei Akkorde: MELONES - a tribute to Ramones MELONES, die detailgetreuste Ramones Tribute Band des Landes spielen ihre Best Of Show als Hommage an die vier Originalmitglieder Joey, DeeDee, Tommy und Johnny der legendären Punkrock Band. Die ersten Konzerte der MELONES fanden bereits 1988 statt. Unter anderem im UJZ Kornstraße dem Punk-Club in Hannover statt, wo Bands wie Black Flag, Exploited oder Angelic Upstarts die Bühnenbretter zum Beben brachten. Im letzten Jahr eröffneten die MELONES das Punk & Disorderly Festival in Berlin, u.a. mit Punk Legenden Peter and the Test Tube Babies, Cockney Rejects, Discharge und Red London. Aus der Originalbesetzung der MELONES sind seither die Brüder Sven und Lars - an der Gitarre als Svenni „Holm“ Melone und am Schlagzeug als Lütti Melone die Ur-Bandmitglieder. Komplettiert wird die Formation durch Sänger Dicki Melone aus Berlin und Bassist Tommi Melone aus Hamburg. Die Besonderheit der MELONES ist es sich dem Original musikalisch und optisch sehr weit zu nähern, um dem Publikum eine perfekte Illusion der Ramones abzugeben. Mit ihren schwarzen Lederjacken, zerschlissenen Jeans, den detailgetreuen Perücken und der Soundwand von unermüdlichen Drei-Akkord-Gassenhauern ist der Time Warp in die späten 70er Jahre, als die Ramones die damalige Musikwelt auf den Kopf gestellt hatten, perfekt. „Sheena Is A Punkrocker“, Rock ́n Roll High School“, „Blitzkrieg Bop“, „ Pet Semetary“ und „Rockaway Beach“ gehören neben vielen anderen Klassikern zum MELONES Live Set. Dabei wird in legendärer energiegeladener Ramones Manier zwischen den Songs ein One-Two-Three-Four eingeworfen. MELONES sind Featured Artist im neu erschienenen Ramones Fanbook „Cretin Family“. Autor Mark Leadon führt auf 600 Seiten durch die Historie der Ramones und präsentiert dabei Ramones Tribute Bands weltweit inklusive eines umfangreichen MELONES Band Portraits. Vor 30 Jahren erschien das letzte Ramones Studioalbum „Adios Amigos“ (1995). Ein Grund mehr die Musik der einzigartigen Ramones Live zu feiern.
Ongolito Ville / DJs

Frankfurt (D)

Cosmic Cherrys musikalische Identität wurde maßgeblich von der House- und Technokultur ihrer Heimatstadt Frankfurt geprägt. Als Resident-DJ im Tokonoma Club in Frankfurt und Teil der Berliner Kollektive Small Great Things und Cosmic Circuit ist sie fest in der Clubszene beider Städte verankert. Inspiriert von den souligen Strömungen des House der 90er und frühen 2000er interpretiert sie diese Einflüsse durch eine zeitgenössische, klar auf den Dancefloor ausgerichtete Perspektive neu. Mit einer großen Leidenschaft für das Diggen nach Vinyl entfalten sich ihre eklektischen Sets als lange musikalische Erzählungen, getragen von Groove, Percussion und emotionaler Tiefe. Mühelos bewegt sie sich zwischen Deep, Progressive und Tribal House, balearischen Momenten, verspielten Disco-Elementen und treibender Tech-House-Energie – immer im Spannungsfeld zwischen Wärme und Roughness, Nostalgie und Vorwärtsdrang. Zu ihren bisherigen Auftritten zählen Berliner Institutionen wie Watergate, Renate und Kater Blau, ebenso wie internationale Shows und Releases auf renommierten Labels wie Frank Music, Alzaya und Trampoliner.
Augsburg (D)

Raphael Schön, a local talent making waves in the music scene. As a DJ and Producer, he crafts a unique sound blending 90s House and Trance, bringing emotional depth to the dance floor without losing that infectious rhythm that keeps the party going. Raphael‘s tracks, including several self-released productions, have found a home on labels like SNC Records, Freeride Millenium, Enclave Records, Correspondant and his latest release on Running Back Records showcases his versatility and commitment to pushing musical boundaries. Notably, his independent releases have garnered attention, accumulating several hundred thousand streams and resonating with listeners across the globe. Adding to his journey, Raphael Schön has shared his sets on platforms like HÖR and Permanent Vacation, connecting with audiences through his distinctive sound. Beyond the music, Raphael is a graphic designer, event organizer, and a resident DJ at City Club Augsburg, where he adds his signature touch to the local nightlife. With a down-to-earth vibe and a passion for creating memorable experiences, Raphael Schön is a name to watch in the music scene.
Hamburg (D)

© Charlotte Hafke
yamyam is a Hamburg-based DJ whose sets explore the intersections of Bass, Electro, as well as Leftfield Techno and House. Always along thumping basslines, spherical pads, and syncopated rhythms, she crafts moments that are both dancefloor-driven and sensitively textured. yamyam has performed at venues such as Humboldthain Berlin and Vórtice Club Lima and on platforms like Operator Radio in Rotterdam and Relink:Data in Mexico City. She is part of the EGYM collective in Hamburg with whom she holds a residency at the Golden Pudel.
Hannover (D)

© Bahriye Tatli
VÄXT ist eine queere, deutsch-türkische DJ und House-Tänzerin aus Hannover. Ihre Liebe zur House-Musik und der damit verbundenen Tanz- und Club-Kultur brachten sie dazu, selbst mit dem Mixen anzufangen. Inzwischen spielt VÄXT jedoch nicht mehr nur „House Musik only“: Ihre Sets versprechen Genre-Mix aus House, SWANA-Beats, Broken Beats und UK-Garage. Als Teil des QENEM-Netzwerkes (@qenem.network) und des Party-Kollektivs Bala Baile (@bala.baile) versucht VÄXT queerfeministisch auf Hannovers elektronische Musikszene einzuwirken, zu empowern und zu vernetzen.

© ninaozono
streunerli ist eine afrodeutsche, queere Choreografin und Tanzerin aus Hannover, die ihre Liebe zu afro-diasporischen Klangen und Rhythmen in ihren DJ-Sets zum Ausdruck bringt. Ihre musikalische Reise ist gepragt von einer tiefen Verbindung zu ihrer angolanischen Herkunft, die sie durch ihre Sets in die unterschiedlichsten afrodeszendeten Genres einflieBen lasst. Als DJ fUhrt streunerli ihr Publikum auf eine Reise durch die vielfaltigen Welten des Afro House, Angolan Afro House, Afro- Tech und Afro-Futurism. Besonders ihre Leidenschaft fur Afrohouse und Kuduro, zwei zentrale Genres ihrer angolanischen Identitat, spiegelt sich in ihren energetischen Sets wider. Die Kombination aus pulsierenden, tanzbaren Rhythmen und modernen, futuristischen Elementen schafft eine Atmosphare, die nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell eine tiefgehende Erzahlung entfaltet.
Hannover (D)

Session Restore provides the evidence, that contemporary forms of Techno link to harsh, dry and loopy patterns and thereby follow the tradition of Techno. On closer listening though it reveals music of fine arts with melodic parts and hypnotically notes, which omit any form of gaudiness. Besides producing music and DJing, Session Restore also operates his record label „rauh“, a podcast series and label nights in Hanover.
Morta has been playing and collecting vinyl for over 20 years. Due to this enormous experience, his sets are always a well-curated journey through time from the late nineties to the present day. He enjoys playing fast and restless, but never noisy. We fondly remember his never-ending closing sets at the good old Signals, which he organized with friends, as well as many of his great podcasts for the Hannover-based label rauh. At rauh, Morta is one of the resident DJs.
Magdeburg (D)

matrusch*k steckt zwischen den Welten. Jeder Track enthüllt eine neue Ebene, welche sich melancholisch-kraftvoll und genreübergreifend zwischen Pop und Alternative Electro bewegen. Kryska Haberland ist transdisziplinäre Künstler*in, Musiker*in und Pädagog*in aus Magdeburg. Als Arbeiterinnen- und Nachwendekind hatte Kryska keinen klassischen Zugang zur Musik – kein familiäres Narrativ, kein gefülltes Plattenregal, keine frühe musikalische Ausbildung. Stattdessen brachte sich Kryska autodidaktisch Instrumente, Songwriting und Tontechnik bei. Geprägt von Subkulturen, Noise-Performances und der Suche nach einer offenen Community entwickelte sich eine eigene Sprache zwischen Sampling, Improvisation und elektronischen Klangexperimenten. Nach Stationen an Theatern wie in Köln, Leipzig oder Magdeburg sowie dem Studium Performing Arts in Hannover entstand 2021 das Soloprojekt matrusch*k: ein fortlaufendes Experiment zwischen elektronischem Sound und gesellschaftlicher Reflexion. Die Songs verhandeln Themen wie Liebe, Identität und Selbstakzeptanz – immer zwischen Intimität und Kollektiv, zwischen Scheitern und Neuentwurf. Parallel dazu organisiert Kryska seit 2022 die monatliche Jam-Session „Synthesize Me!“, in der ein offenes Ensemble elektronische Musik live improvisiert. Der kollektive Charakter macht die Reihe zu einem Raum für Austausch, Teilhabe und neue Wege des Musizierens. Zusätzlich arbeitet Kryska als Dozent*in, u.a. zu Soundmodulation bei der Musikkonferenz Trial & Error oder entwickelt mit Jugendlichen Theater- und Hörspielproduktionen. Im Masterstudium Künste und Gegenwartskulturen in Hildesheim forscht Kryska zu experimentellen Formen der Klangerzeugung, den Wechselwirkungen von Gender und Raum sowie zu Fragen kultureller Teilhabe. In den letzten Jahren war Kryska auf zahlreichen Festivals und Bühnen präsent, darunter die Fusion (2023–2025), das Tarmac Festival (2025), das Kiezkulturfestival (2024/25), das Glacis Open Air (2023) sowie mit dem Projekt jet-set-k bei der Wilden Möhre (2023) und Moyn. Jüngste Arbeiten sind das Hörspiel „Nordstadtranke“ (2024), die Theaterproduktion „Momo“ (2024) sowie die Releases „Fade Away“ (2021), „Horizon“ (2024) und „Down Low“ (2025). Ein zentrales Element in all diesen Projekten bleibt die Praxis des Scheiterns – nicht als Niederlage, sondern als produktiver Prozess, um Neues zu entdecken, Klangräume zu erweitern und Stimmen hörbar zu machen, die sonst keinen Platz finden.
Hannover (D)

Nina Noir legt seit vielen Jahren mal hier und mal da auf. Als Teil des Riot Kollektivs hat sie in der Vergangenheit vor allem Soli-Partys in Hannover mitorganisiert. Sie ist ebenso fester Bestandteil der Turnland Records Crew. Ihr Sound variiert zwischen schnellem, uplifting Techno und melodischem House.
Bremen (D)

© Marvin Drewblow
Samcho Panza prägt seit einigen Jahren das Bremer Nachtleben maßgeblich mit – als Teil des ZfK und einem Netzwerk von Kulturschaffenden und Helfer:innen. Mit einer spürbaren Leidenschaft für essenzielle Bereiche innerhalb der DIY-geprägten Eventstruktur in Bremen, packt sie gemeinsam mit ihrer Crew von Grund auf an: vom Kuratieren eigener Veranstaltungen über das Vorantreiben von Awareness-Strukturen bis hin zum eigenhändig aufgebauten PA-System. Manchmal findet man Samcho Panza auch hinter den Decks mit einer vielfältigen Auswahl an Sounds in ihrer Plattentasche. Freut euch auf progressive, trancige Klänge, treibende technoide Soundlandschaften oder auch auf entschleunigte, sphärische Vibes mit Samcho Panza.
Berlin (D)

Lucas Scheermann bereichert die elektronische Musikszene mit einer erfrischenden Ehrlichkeit und Leidenschaft. Seine Tracks finden regelmäßig ihren Weg in die Sets von Ikonen wie Ben Klock, Lea Occhi und DVS1 – ein klarer Beweis für seine musikalische Tiefe und Relevanz. Doch hinter dem Erfolg steht mehr als nur Talent: Lucas nutzt seine Musik als kraftvolles Medium, um der Szene etwas zurückzugeben und sie aktiv mitzugestalten. Als Produzent, DJ und Labelbetreiber widmet Lucas sein Leben vollständig der Musik. Mit seinem Indie-Label SAMMLER präsentiert er seine eigenen Techno- Releases, die in dem Berliner Presswerk produziert werden, wo er selbst mitarbeitet. Diese Tracks finden regelmäßig ihren Platz auf den Floors renommierter Locations wie Berghain, Bassiani und Fusion Festival. Parallel dazu widmet sich sein zweites Label, engörn, House und Ambient, was die musikalische Bandbreite seiner Projekte unterstreicht. Das Debüt-Release von engörn im Sommer 2024 markierte einen wichtigen Meilenstein auf seinem Weg und zieht bereits Aufmerksamkeit in der Szene auf sich. Doch Lucas’ Engagement endet nicht an den Plattentellern. Seit über einem Jahrzehnt bringt er als Teil des Kollektivs Wesertekk pulsierende Clubnächte und Festivals in abgelegene Regionen – und zeigt, dass exzellente Musikkultur nicht nur in Metropolen stattfinden kann. Diese unermüdliche Arbeit spiegelt seine Überzeugung wider, dass Musik Menschen verbinden und neue Perspektiven eröffnen kann. Seine Sets werden oft als emotionale Reisen, geprägt von dynamischen Kontrasten und einer unverkennbaren Authentizität beschrieben. Mit einem feinen Gespür für Atmosphäre und Energie schafft Lucas Momente, die tief nachhallen – ein unverwechselbares Erlebnis für alle Zuhörer:innen.

BLYSS brings a fresh energy to the decks, seamlessly blending classic house and techno with the latest vinyl releases. Her sets traverse the spectrum from breaks-infused to deep chords, creating a dynamic journey. With a keen ear for melancholic undertones and a passion for playful and groove-driven beats, BLYSS creates a timeless experience.
Hannover (D)

Bennet’s craft lies in the ability to weave together the endless spectrum of house. From soulful, introspective depths to euphoric, groove-driven peaks, he creates a fluid momentum that celebrates the body in movement and the dancefloor as a collective space for unity, joy, and liberation. Approaching his sets with deep sensitivity, he hones in on the energy of the room, letting intuition and flow guide the experience and infusing his performances with emotional depth. Fluidly navigating through his sets on vinyl, Bennet crafts journeys that are tactile, dynamic, and deeply connected to the moment. With appearances at renowned parties and clubs such as London’s Adonis or Gay Haze and Horst Club in Brussels, as well as iconic venues like Panorama Bar in Berlin and Bassiani in Tbilisi, Bennet has shaped a sound that is sharp, dynamic, and deeply attuned to a pulsating dancefloor. He also holds a residency at Hamburg’s Queerpool party since 2025.

(D)

When the sun finally marries the disco ball, SINAMIN will be DJing their wedding. With her signature blend of “positive dance music,” SINAMIN turns the dancefloor into a place of collective release — equal parts joy, connection, and momentum. Expect grooves that sparkle: Disco and House, funky edits, nostalgic hooks, and club-ready cuts that lift the room from the first beat and keep it glowing. With a background in psychology, she brings a dedicated sensitivity for people and spaces in creating an atmosphere where everyone feels invited in. Think of it as collective therapy in the best way: not heavy, not serious, just that shared feeling of letting go together. Her mission is simple: get people moving and smiling. From disco- soaked moments on driving bass ines to shimmering anthems and peak-time energy, SINAMIN delivers that golden-hour feeling, when you have your arms in the air, voices echoing, and everything sparkling under the disco ball.
Hannover (D)

Andere ist durch die Arbeit auf und abseits vom dancefloor seit zehn Jahren ein fester Bestandteil in Hannovers lokaler Technoszene. Durch die Arbeit mit dem Label Thule Records und anderen etablierten Labels und Artists hat Andere bereits international Erfahrungen gesammelt und lernt seitdem sehr viel über die wichtige Verbindung zwischen Dub orientierter Musik und Techno. Anderes Live Sets sind geprägt von minimalistischen Arrangements und den digital bis analogen Artefakten aus veralteten Elektrogerätschaften. Ein Spezialinteresse für Signalwege und Feedback spielen eine wichtige Rolle in Anderes künstlerischem Ausdruck.
Hannover (D)

Leipzig (D)

Avid music collector, DJ's DJ, Vincent Neumann has gathered a loyal underground following by word of mouth, with consistently brilliant closing sets and long patient vinyl orientated mixing. Born, raised and currently residing in Leipzig, Vincent Neumann works as a psychotherapist during the day and as a dj by night. As one of the residents of Leipzig's Distillery since 2012, he happily gets to share his passion for dance music regularly. The vibes during his DJ sets are regularly described as energetic, driving, enthusiastic and sometimes even relentless, without ever sacrificing taste, quality and joyfulness. For him, authenticity will always stand above fame, and if you witness one of his marathon sets at Berghain or elsewhere you will understand what the fuss is about. In order to further plant his musical footprint into the sticky melange of spilled drinks and cigarettes on the world’s dancefloors, Vincent founded his own label, Unitas Multiplex, in 2020. So far highly acclaimed releases from the likes of Billie Joe, Fundamental Interaction, Inter Gritty and Linn Elisabet have seen the light of the day - with more to be expected in the future. Who knows - maybe he will even release music from his own feather sometime in the distant future. Until then you can definitely keep relying on his contagious energy and taste behind the decks.
Hannover (D)

Felice is a DJ and musician from Hanover. Together with a group of friends, he is part of the Turnland label. His musical selection ranges from tech-house, in the classic sense, to similar genres of electronic music, with a strong focus on releases featuring percussive, dubby, and deep elements from the late '90s and early 2000s. His own productions have been released on Permant Vacation, Live at Robert Johnson, Frank Music, and Turnland Records.
Hannover (D)

Anni Knall ist eine DJ aus Hannover mit Schwäche für Pianorolls und House aller Art! Ihr Sound reicht von groovy, bouncy House über Progressive bis hin zu Hard House – aktuell, sorgfältig kuratiert und immer tanzbar. Mit Sets auf Festivals wie dem Snntg, Zytanien, in Clubs wie dem WDM und dem Südpol Hamburg sowie ihrer Residency im Kulturhafen Hannover ist sie ein fester Bestandteil der lokalen Szene. Ihre positiven Sets schaffen einen Raum, in dem der Alltag für einen Moment vergessen werden kann.
Glasgrenze

Hannover (D)

© Elina Gre
Runa aka ruru, ist in Hannover aufgewachsen und studiert Sozialwissenschaften. Seit rund einem Jahr engagiert sie sich ehrenamtlich in der Kulturbranche und hat gemeinsam mit Zoe das Projekt NewcomerActs* ins Leben gerufen, das aufstrebenden Künstlerinnen eine Plattform bietet. Parallel dazu ist sie seit etwa 1,5 Jahren als DJ aktiv und bringt ihre Leidenschaft für Musik auf die Bühne. Kürzlich ist sie zudem Teil der Organisationsgruppe des FLINTA-Netzwerks Qenem geworden. Runa verbindet mit großer Begeisterung gesellschaftliche Themen mit Kulturarbeit und setzt sich aktiv für kreative und soziale Räume ein.
ruru verbindet treibende Beats mit schwebenden Klanglandschaften und schafft einen Groove, der einfach unter die Haut geht. Rhythmische Basslines, dynamische Percussion und abwechslungsreiche Vocals lassen keinen Fuß stillstehen. Ihre Sets sind eine Einladung, sich zu verlieren, zu tanzen und den Moment zu genießen, mit voller Energie, Motivation und purer guter Laune.
ruru spielt House mit tiefem Bass, klaren, bounce-lastigen Rhythmen und einem Hauch Pop, weil ein bisschen gute Laune nie schadet. Dazu kommen Garage-Einflüsse und kleine genreübergreifende Überraschungen, die ihre Sets lebendig und tanzbar machen. Locker, flowig und perfekt, um sich einfach vom Groove treiben zu lassen. Perfekt, um zu lächeln, mitzuwippen oder die Tanzfläche richtig zu füllen.
(D)

mieke benger serviert bouncy Sets, die mehr als nur den kleinen Zeh zum Wippen bringen. Mit dickem Sound und einer wilden Mischung aus Breaks, G- Tech, Booty Bass, Electro und catchy (cunty) Vocals bringt sie jeden Dancefloor zum Kochen. Ihre Sets sind verspielt, dreckig und voller Energie – mit einer guten Portion Humor und einer Prise Trash.
Hannover (D)

Bei Antonella mags schneller ist Tempo Programm und damit ist nicht das Taschentuch gemeint. Beide Füße auf dem Gaspedal - wenn sie auflegt explodiert der Club vor Energie und Ekstase. Mit ihren schiebenden Bässen und strahlendem Lächeln reißt sie den ganzen Club mit und bringt die Crowd zum ausrasten. Ihre Sets bewegen sich zwischen Trance und Bounce, immer mit einer ordentlichen Prise Trash. Sie nehmen dich mit auf eine Reise in die Euphorie, Verbindung und echten, hemmungslosen Spaß bis die Stimmung und Herzen explodieren. Als aufstrebende DJ aus Hannover wirbelt sie die Szene komplett durcheinander und sprengt alle Regeln. Mit ihr ist Tanzen und Feiern keine Performance mehr, sondern frei, wild und leicht. Kurz um: das Geheimrezept für pure Lebensfreude und unvergessliche Nächte.
(D)

Von Antonov gibts DnB mit treibenden Basslines und wilden Sounds. Es wird dark und Deep aber ebenso schön und verwunschen. Macht euch bereit für diesen Ohrenschmaus.
Hannover (D)

Molovv [no pronouns] direkt aus Hannover und festes Mitglied des CLX-Kollektivs, Molovv bringt eine tiefe Liebe für den UK-Sound an die Decks und verschmilzt den hochenergetischen Puls von Drum & Bass mit der atmosphärischen Tiefe von Dubstep und dem rhythmischen Swing von UK Garage. Für Molovv ist ein Set ein lebendiger Dialog aus Gefühl und Nuancen – immer darauf bedacht den Puls des Publikums einzufangen und in die Musik einfließen zu lassen.
Celle (D)

Back to Back. Dunkel. Treibend. Unaufhaltsam. Wenn zwei prägende Kräfte der Celler Drum-and-Bass-Szene aufeinandertreffen, ist klar: Das wird kein gewöhnliches Set. Newton und S. Heyer stehen für jahrelange Erfahrung, kompromisslosen Sound und eine Verbindung hinter den Decks, die man nicht lernen kann – nur leben. Newton, Gründer von „Cellschock“, und S. Heyer sind seit über einem Jahrzehnt gemeinsam auf Bühnen und Floors unterwegs. Was sie verbindet, ist mehr als nur Musik: Es ist ein gemeinsames Verständnis von Energie, Dynamik und Atmosphäre. Ihr Back-to-Back-Set ist kein Wechselspiel – es ist ein Dialog aus Bass, Druck und Emotion. Der Sound: düster, treibend. Tief verwurzelt im Oldschool-Drum-and-Bass, aber immer mit Blick nach vorn. Klassische Vibes verschmelzen mit frischen Releases, unerwarteten Wendungen und einer Intensität, die sich konstant steigert. Wenn Newton und S. Heyer spielen, entsteht ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Kein Stillstand, kein Kompromiss – nur Bewegung.
(D)

AINEX entdeckte 2023 ihre Leidenschaft fürs Mixen, angetrieben von ihrer Passion zum Drum & Bass. Ihr Debüt gab sie Anfang 2024 im Brain Club Braunschweig – der Startschuss für eine rasante Entwicklung. Seitdem hat sie ihren Sound kontinuierlich verfeinert und wertvolle Erfahrungen auf zahlreichen Club- und Festivalbühnen gesammelt, darunter die Dreamland in Bremen, das Hill of Dreams Festival und das Summertime Festival, wo sie ihre Fähigkeit unter Beweis stellte, sowohl die intime Club-Atmosphäre als auch große Menschenmengen zu begeistern. Im Jahr 2025 erreichte sie mit einem Auftritt beim renommierten Beats for Love Festival in der Tschechischen Republik ihren ersten internationalen Meilenstein. AINEX ist regelmäßig in großen deutschen Städten präsent und liefert energiegeladene Sets, die von Intensität, Tempo und emotionaler Spannung leben. Ihr Sound ist eine kraftvolle Mischung aus melodischem Dancefloor Drum & Bass und dunklem, energetischem Neurofunk, angereichert mit sorgfältig platzierten Elementen anderer Subgenres. Schnelles, präzises Mixing und ihr instinktives Gespür für die Energie der Crowd verwandeln jede Party in ein Erlebnis.
Celle (D)

Das Duo aus Celle erschafft bei jedem Auftritt mit ihrer Leidenschaft für Drum and Bass eine unvergessliche Atmosphäre. Sie bieten einen Mix aus Drum and Bass, Jungle, Jump Up und Breakbeats, der das Publikum in den Bann zieht.
Hannover (D)

Sind wir nicht alle auf der Suche nach dem nächsten Kick? - AdrenaLina liefert ihn! Mit treibenden Bässen, deepen Grooves und poppig-melodischen Rave-Vibes entsteht eine elektrisierende Energie, die das Hirn kribbeln lässt. Die gebürtige Hannoveranerin lebte eine Zeit lang in Leipzig und ist heute heimisch unter der italienischen Sonne. Seit einem Jahr steht sie an den Decks, wobei sie den Spaß ihres Lebens hat. Fettes Grinsen im Gesicht, Freund*innen Arm in Arm und Asses werden geshaked = La dolce vita. Musikalisch nimmt euch AdrenaLina mit auf eine Reise zwischen melodic Tech House, Trance, bouncy Techno, UK-Garage und wobbeligen Clubsounds mit Einflüssen aus Italo Disco und Acid Arab.
Ongolito Ville / Open Stage

Freitag ab 14:00
Samstag ab 12:00
Sonntag ab 12:00
Da die OpenStage gern und intensiv von Festival-Besuchern für spontanes und improvisiertes Musikmachen genutzt wird, möchten wir, dass genau dies auch der zukünftige Schwerpunkt bleibt. Eben drum gibt es hier keine Liste von vorab eingeplanten Künstler:innen.
Trotzdem könnt ihr natürlich auch als feste Band bzw. Künstlerformation die OpenStage für Auftritte (max. 30 Minuten) nutzen: Meldet euch dazu einfach während des Festivals bei uns an der Bühne, oder tragt euch dort auf der Zeittafel ein. Und nutzt dann der Einfachheit halber das von uns bereit gestellte Equipment.
Damit ihr vorab schon mal eine Idee habt, worauf ihr euch da einlasst, haben wir auf der OpenStage -Seite nun eine Galerie namens 'Equipment' verlinkt.
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